Termine und Aktivitäten




03.09.2014 - Einbau der sogenannten Binderschicht

Bilder und ein Beitrag zu den Arbeiten an der Kinzigtalsperre.

Den Beitrag der regionalen Sat.1 Nachrichten finden Sie unter folgendem Link: http://1730live.de/stausee/.



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14.07.2014 - Erneuerung der Asphaltdecke an der Kinzigtalsperre

Die regionalen Zeitungen haben es bereits berichtet, an der Kinzigtalsperre wird die Asphaltdecke erneuert. 

Seit 35 Jahren schützt die Kinzigtalsperre zuverlässig die Anwohner der unteren Kinzig bis hin nach Hanau vor Hochwasser. Ähnlich wie bei einer Bundesstraße oder Autobahn ist die Asphaltdecke, auch Asphaltdichtung genannt, durch große Hitze im Sommer und Kälte im Winter, extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Sie hat damit ihre Lebenserwartung erreicht und wird aktuell deswegen erneuert werden. 

Die Sicherheit und die Funktionstüchtigkeit der Anlage ist neben der Bewirtschaftung, d.h. die Regulierung von Zulauf und Ablauf der Kinzig, eine der kardinalen Aufgaben des Wasserverbandes. In der Hochwasserperiode werden die extremen Zuläufe durch Einstau der Talsperre maximal gebremst und Überschwemmungen im Unterlauf weitmöglichst verhindert. In extremen Sommermonaten, die schon an Dürrezeiten grenzen, wird ein Trockenfallen der Kinzig mit all seinen negativen Folgen für Flora und Fauna durch optimale Abgabe von Wasser aus dem Stausee in die Kinzig reduziert.

Die Erneuerung der Asphaltdichtung findet deshalb in der statistisch hochwasserarmen Zeit statt und wird bei reduzierter Einstauhöhe umgesetzt. Hierfür wurde der Stausee auf einen Füllstand unterhalb des normalen Sommerstaus abgesenkt. Die Reduzierung der Stauhöhe hat aus Sicht der Experten keine negativen Auswirkungen auf den ökologischen Lebensraum von Fischen und anderen Feuchtlebewesen. Deshalb wurden ca. 5.000 Muscheln umgesetzt.

Der Zeitpunkt der Baumaßnahme wurde mit Beginn des alljährlichen Sommerstaus gewählt. Während des Sommerstaus liegt das Stauvolumen immer sehr niedrig, die geplante Mindeststauhöhe ist z.B. mit der Höhe während eines sehr trockenen Sommers vergleichbar. Ein kompletter Abstau, wie zuletzt 2002 im Rahmen der großen Sicherheitsüberprüfung durch die staatlichen Aufsichtsbehörden, der Hessischen Landesanstalt für Umwelt und Geologie (HLUG) und dem Regierungspräsidium Darmstadt, ist für dieses Projekt nicht nötig und praktikabel.

Aktuell wird die Asphaltdecke seeseitig abgefräst. Die Erneuerung ist hier nur in dem Bereich nötig, der permanent den extremen Temperaturschwankungen(-20°C bis + 80°C) und der schädlichen UV-Strahlung unterliegt. Der Unterwasserteil der bestehenden Dichtung hat nach Expertengutachten einen fast neuwertigen Zustand und braucht deshalb nicht erneuert werden.

Das Investitionsvolumen der Erneuerung liegt bei ca. 3 Mio. €.

Der Wasserverband bittet um Verständnis, dass während der gesamten Baumaßname für alle Besucher der Kinzigtalsperre bestimmte Bereiche wegen Lebensgefahr komplett gesperrt sind. Nur so ist es möglich mit den großen Baugeräten zu agieren. Der Wasserverband bittet Besucher des Stausees und Nutzer der Radwege die empfohlenen Umleitungen zu nutzen und um besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit für Eltern mit Kindern. Diese werden gebeten die Baustelle während der Arbeiten nicht zu betreten, um Gefährdungen zu vermeiden. Die Beschilderungen und Umleitungen sind zu beachten.

Wer sich unbefugt im Baustellenbereich aufhält, befindet sich in Lebensgefahr. Das sonst vorhandene Geländer wurde im Zuge der Arbeiten demontiert. Wenn hier ein falscher Schritt gemacht wird, ist ein Abrutschen in den See kaum zu vermeiden. Aus dieser Gefahrenlage wieder heraus zu gelangen, ist ohne Hilfe Dritter nicht möglich.  Dieselbe Warnung gilt für die trockengefallenen Bereiche des Stausees. Hier können scheinbar trockene Stellen im Untergrund noch durchnässt sein, sodass ein Einsinken wahrscheinlich sein könnte. Dies hat bereits ein Angler am eigenen Leib gespürt. Nur mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften der Feuerwehr und Polizei konnte Schlimmeres verhindert werden.

Die Arbeiten laufen seit gut einer Woche planmäßig und es wurde in der Zeit mehrfach beobachtet, dass Absperrungen umgangen, überklettert und sogar mit Werkzeugen geöffnet wurden. Oftmals war Ziel dieser Aktionen zur Unterführung in Richtung Rimbachfarm zu gelangen. Da diese gesperrt ist, kam es wiederholt zum Überqueren der Bahngleise an sehr unübersichtlichen Stellen.

Der Wasserverband Kinzig appelliert nochmals, dass während der Bauzeit Lebensgefahr auf der gesamten Baustelle und deren Umfeld besteht. Unbefugten ist deshalb der Zutritt strengstens untersagt.

Mit Abschluss der Arbeiten wird für Ende September 2014 gerechnet, sofern die Wetterlage das zulässt.

   


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16.08.2013 - 50 Jahre Wasserverband Kinzig e.V.

Bilder und ein Video über das 50-jährige Jubiläum des Wasserverband Kinzig e.V.



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18.06.2013 - Umsetzung der umweltschonenden Grundwassergewinnung in den Fördergebieten des Wasserverbandes Kinzig

Der Wasserverband Kinzig informiert über den laufenden Langzeitpumpversuch in den Fördergebieten Kirchbracht und Illnhausen.

Ein wesentlicher Baustein zur Umsetzung der umweltschonenden Grundwassergewinnung ist eine flexible Fördersteuerung, d.h. die Möglichkeit, je nach Entwicklung der Grundwasserstände, die Grundwasserentnahme zwischen einzelnen Brunnen oder zwischen Gewinnungsgebieten zu verlagern. In enger Abstimmung mit den Genehmigungsbehörden und der Schutzgemeinschaft Vogelsberg e.V. untersucht der Wasserverband Kinzig derzeit im Rahmen eines Langzeitpumpversuchs die umweltschonend gewinnbaren Grundwassermengen in den Fördergebieten Kirchbracht und Illnhausen. Auf einer eigens eingerichteten Internetseite informiert der Wasserverband Kinzig laufend über den Pumpversuch.

[weitere Informationen finden Sie hier]



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08.05.2012 - Konkrete Maßnahmen gegen die Folgen des Klimawandels

Informationsveranstaltung des WVK zur künftigen Wasserwirtschaft im Einzugsgebiet der Kinzig am 08.05.2012 um 20:00 Uhr DGH Mauswinkel

Während Andere noch diskutieren, handelt der Wasserverband Kinzig (WVK) vorausschauend zum Wohle der gesamten Region. Auf diesen einfachen Nenner lassen sich die Maßnahmen bringen, mit denen der WVK den Folgen des Klimawandels in nächster Zeit begegnen wird. Sowohl der Hochwasserschutz als auch die Wasserversorgung werden künftig längere Trockenperioden und immer heftigere Niederschläge auf kleinem Raum verkraften müssen, während gleichzeitig die Belange der Natur mehr denn je berücksichtigt werden wollen. Nicht nur die Wissenschaftler des Deutschen Wetterdienstes mahnen daher dringend wirksame regionale Aktionsprogramme zur Anpassung an die nicht mehr vermeidbaren Folgen der Erderwärmung an.

„Wer jetzt nicht in eine klimaangepasste und umweltschonende Wasserwirtschaft investiert, wird dies später teuer bezahlen müssen“, so auch Holger Scheffler, Geschäftsführer des WVK, „schon die nächste Generation wird dies drastisch zu spüren bekommen.“ Daher begann der Verband schon vor mehreren Jahren mit den Planungen für den gewässer- und klimabezogenen Hochwasserschutz entlang der Kinzig, der mittlerweile zum hessischen Pilotprojekt erhoben wurde und dessen Einzelmaßnahmen an Salz und Bracht nunmehr Schritt für Schritt umgesetzt werden sollen.

Ebenso hat der WVK mit der Entzerrung seiner Förderschwerpunkte für Grundwasser begonnen, um im Fall von punktueller Trockenheit die Wasserversorgung flexibel sicherstellen zu können. So kann nach Überzeugung des WVK trotz Klimawandels die umweltschonende Grundwassergewinnung auch künftig gut funktionieren.

„Die Region muss den Herausforderungen der Erderwärmung ins Gesicht sehen, solidarisches Vorgehen als Vorteil begreifen und sich einig sein über die notwendigen Gegenmaßnahmen“, so Holger Scheffler, der mit seinem Verband zunehmend die Verantwortung für die Wasserwirtschaft im Main-Kinzig-Kreis übernimmt‚ dazu gehört neben modernsten Techniken auch die Transparenz des Handelns des WVK als öffentlich-rechtlichem Verband.

Deshalb lädt die Geschäftsführung des Wasserverbandes Interessierte am 08.05.2012 um 20:00 Uhr in das Dorfgemeinschaftshaus Mauswinkel zu einer Informationsveranstaltung mit den Experten der Planungsbüros ein und freut sich auf Alle, die kommen werden.



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05.07.2011 - Für Hochwasserschutz an Kinzig fließt Geld

Umweltministerin Puttrich übergibt Bewilligungsbescheid an Kinzigtalsperre - Grüne Becken und optimierte Steuerung

MAIN-KINZIG/BIRSTEIN (kr). Land, Kommunen und der Wasserverband Kinzig sind sich einig: In Sachen Hochwasserschutz im Einzugsgebiet der Kinzig besteht Handlungsbedarf. Geplant sind Rückhaltebecken bei Bad Soden an der Salz sowie bei der Lahnemühle an der Bracht.

Auf 262000 Euro beläuft sich der Bewilligungsbescheid, mit dem das Land 85 Prozent der Planungskosten übernimmt. Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) überreichte das Schriftsttück gestern an der Kinzigtalsperre in Ahl an den Geschäftsführer des Wasserverbandes Kinzig (WVK), Holger Scheffler, den Frankfurter Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) und den Umweltdezernenten des Main-Kinzig-Kreises, Dr. André Kavai (SPD).

»Der Klimawandel wird die Hochwassergefahr deutlich erhöhen. Deshalb brauchen wir eine nachhaltige Lösung, die intelligent, naturschonend und bezahlbar ist«, betonte Scheffler. Als solche sieht er den »gewässerbezogenen Hochwasserschutz Kinzig«, ein landesweites Pilotprojekt, das sich den Gewässersystemen von Bracht, Salz und mittlerer Kinzig annimmt. Vorgesehen sind Rückhaltebecken an der Lahnemühle bei Birstein (Bracht) sowie zwischen Bad Soden und Wahlert (Salz).

»Der Bewilligungsbescheid ist ein Baustein auf einem langen Weg. Aber es ist ein guter Weg. Der Wasserverband hat mehrere Varianten geprüft - auch was machbar und bezahlbar ist«, sagte Umweltministerin Lucia Puttrich angesichts der veranschlagten Investitionssumme von neun Millionen Euro. Die 260000 Euro Landesmittel sind fur die Planung von zwei »grünen Becken« sowie die Optimierung der Steuerung der Kinzigtalsperre vorgesehen. Puttrich hob die Bedeutung des Hochwasserschutzes hervor, bezeichnete diesen aber auch als »eine sehr zähe Aufgabe. Die Sensibilität dafür ist dann besonders hoch, wenn ein Schadensereignis auftritt. In den übrigen Zeiten ist es schwierig, Maßnahmen durchzusetzen.« Der Hochwasserschutz, für den die Landesregierung seit 1999 235 Millionen Euro ausgegeben habe, bestehe nicht nur aus technischen Einrichtungen wie Deiche, Talsperren oder Rückhaltebecken. Vielmehr müssten Überschwemmungsgebiete und Vorsorgemaßnahmen wie Messungen, Bewusstseinsbildung für den Selbstschutz und eine optimierte Vorhersage bedacht werden. Von den 23 600 Kilometer Gewässerlänge in Hessen zählen laut Puttrich 4778 Kilometer zu den Überschwemmungsgebieten.

Frankfurts Stadtkämmerer Uwe Becker führte als Vertreter des Wasserverbandes - Frankfurt ist neben Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis einer der Träger - aus, dass »nur wenige Zentimeter Pegelstand mehr darüber entscheiden, ob eine Region oder Stadt an einem Hochwasser vorbeikommt«.

Kreisumweltdezernent Kavai hob die Bedeutung der Akzeptanz der geplanten Bauten hervor. »Ich hoffe, dass wir in den nächsten 24 bis 36 Monaten konkrete Ergebnisse der Planungen vorliegen haben und über deren Umsetzung reden können.«

Hintergrund

Rückhaltebecken Salz
Standort: zwischen Bad Soden und Wahlert.
Stauvolumen: 350 000 Kubikmeter. Kostenschätzung: 5,5 Millionen Euro. 
Baubeginn; frühestens Ende 2012

Rückhaltebecken Bracht

Standort: Lahnemühle (Birstein).
Kostenschätzung: 3,2 Millionen Euro. Landeszuschuss (für die Planung): 270 000 Euro.



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Quelle: Gelnhäuser Tageblatt


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05.07.2011 - Meilenstein für Hochwasserschutz an der Kinzig

Staatsministerin Lucia Puttrich übergibt Bewilligungsbescheid / Land übernimmt 85 Prozent der Planungskosten

Bad Soden-Salmünster-Ahl (bak). Mit dem Bewilligungsbescheid über 261780 Euro übernimmt das Land Hessen 85 Prozent der Planungskosten fur zwei »grüne« Hochwasserrückhaltebecken im Rahmen des Hochwasserschutzes an der Kinzig. Für den Raum Bad Soden-Salmünster sollen die beiden Rückhaltebecken eine um einen halben Meter niedrigere Hochwassermarke, für Hanau immerhin noch zehn Zentimeter weniger als derzeit bedeuten. Staatsministerin Lucia Puttrich erklärte das Engagement des Landes Hessen bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides so: Hochwasserschutz sei eine Gemeinschaftsaufgabe, die nicht an Gemarkungsgrenzen aufhöre.

Holger Scheffler machte als Geschäftsführer des Wasserverbandes Kinzig darauf aufmerksam, welch beachtliches Biotop im Lauf der Jahre aus dem Ahler Stausee geworden sei. Zwar seien Bauwerke in Sachen Hochwasserschutz technische Bauwerke, doch dienten sie obendrein auch ökologischen Zwecken. Daneben beständen Aufgaben im Hochwasserflächenmanagement durch die Sicherung von Überschwemmungsgebieten. Lucia Puttrich nannte die Zahl von 23643 Kilometern Gewässerstrecke innerhalb Hessens, denen Überschwemmungsgebiete von an die 4778 Kilometern gegenüber ständen.

Vorsorge in Sachen Hochwasserschutz treffe die hessische Landesregierung durch den Betrieb hydrologischer Messnetze, mit der Hochwasservorhersage als Grundlage der Hochwasserwarn- und Meldedienste sowie durch Bewusstseinsbildung Innerhalb der Öffentlichkeit. Im Zeichen der Klimaveränderung gelte es nun solidarisch nachhaltige Lösungen zu suchen, die in die Zukunft wiesen. Dabei gelte es, gemeinsam mit den Kommunen bis hin nach Frankfurt und ins Rhein-Main-Gebiet, mit dem Main-Kinzig-Kreis und dem Land in Sachen Hochwasserschutz zu kooperieren.

Mit dem geplanten Pilotprojekt sei der Wasserverband Kinzig nun auf einem guten Weg, freute sich Lucia Puttrich, auch wenn noch ein langer Weg zu beschreiten sei. Denn die Interessenabwägung gestalte sich in Zeiten, in denen die Schäden des Hochwassers großteils vergessen seien, als schwierig. Die beiden Hochwasserrückhaltebecken an der Bad Sodener Salz sowie an der Bracht seien eine Herausforderung in Sachen Gestaltung, so Puttrich. Trotz unstrittiger Notwendigkeit werden fur die Umsetzung der Planungen Geduld, Umsetzungswillen und Hartnäckigkeit notwendig sein, fasste die Ministerin zusammen.
Der Frankfurter Stadtkämmerer Uwe Becker machte klar, dass es oftmals nur wenige Zentimeter seien, die zwischen großen Schadensereignissen und »noch einmal glimpflichem Davongekommensein« entschieden.

Er freute sich darüber, dass man zukünftig in dieser liebenswerten Region sorgenfreier werde in den Himmel schauen können.

Für Dr. André Kavai als Verantwortlichen des Main-Kinzig-Kreises habe das gemeinsame Anpacken der Aufgabe Hochwasserschutz Symbolcharakter. Es sei ein gutes Zeichen, wenn in der Region Zusammenhänge im Verband gemeinsam mit den Kommunen gebündelt würden.



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Quelle: Gelnhäuser Neue Zeitung


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04.07.2011 - Übergabe Bewilligungsbescheid

Bilder und ein Video der Übergabe des Bewilligungsbescheids



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14.08.2010 - 15.00 Uhr Tag der offenen Tür an der Kinzigtalsperre Ahl

 Programmhöhepunkte: 

  • 300 PS Speedboot Hoppetosse
  • Großübung der Feuerwehr inkl. Wasserrettung
  • DRK-Einsatzkräfte, DLRG-Einsatzkräfte, THW u.v.a.
  • Hessische Bereitschaftspolizei (Taucher, Wasserwerfer) 
  • Bundespolizei
  • hr-Tanzparty im Zelt mit Tobias Hagen

HR Presse-Information

 

Radiowerbung:

Artikel: www.hr-online.de

Programm:

Moderation Tobias Hagen (Hessischer Rundfunk)

Ca. 15.00 Uhr Eröffnung und Begrüßung der Ehrengäste

• Interview zum Thema aktueller Klimawandel und zukünftiger Hochwasserschutz für die Region Main-Kinzig mit den Herren

Verbandsvorsteher Dr. Constantin H. Alsheimer, Mitglied Stadt Frankfurt am Main
Stadtkämmerer Uwe Becker, Mitglied Stadt Frankfurt am Main
Stv. Verbandsvorsteher Landrat Erich Pipa, Mitglied Main-Kinzig-Kreis

Ca. 15.00 Uhr

• Startschuss für das 300 PS Speedbootprojekt Hoppetosse. Der selbst querschnitsgelähmte Skipper Jörg Leonhardt zeigt wie Behinderte Grenzen auf einem Speetboot überwinden, ihr Selbstwertgefühl dadurch steigern und auch Lebensfreude haben können. Start ist mehrmals pro Tag am Anlegesteg an der Kinzigtalsperre.

• Startschuss der Großübung von Feuerwehren, Polizei, Bundespolizei, DLRG und THW durch die Herren Verbandsvorsteher Dr. Constantin H. Alsheimer, Stadtkämmerer Uwe Becker und Landrat Erich Pipa. (Moderation der Übungen erfolgt durch Kreisbrandinspektor Markus Busanni und Tobias Haben)

Ca. 18.00 - 22.00 Uhr hr 4-Tanzparty im Tobias Hagen

Ca. 22.00 Uhr Abschluss
 

Bewirtung: Speisen und Getränke: lt. Aushang im Festzelt 

 

Speedboot "Hoppetosse" - am 14. August 2010 auf dem Kinzig-Stausee in BSS

Am Samstag, den 14. August 2010 wird das über 8 Meter lange, schnittige Boot auf dem Kinzig-Stausee anlegen. Dort können vor allem behinderte Kinder und Jugendliche zusteigen und über das Wasser brausen.

Am Kinzigstausee möchte Bootsführer Jörg Leonhardt, der selbst im Rollstuhl sitzt, behinderten Kindern und Jugendlichen aus dem Main-Kinzig-Kreis ein unvergessliches Erlebnis auf dem Wasser bieten. Der Wasserverband unterstützt ihn dabei tatkräftig und trägt somit zum Gelingen bei.

Die sympathische Aktion findet von ca. 15 bis 18 Uhr statt. Jeweils zur vollen und zur halben Stunde können die jungen Menschen an einer rund 30 min dauernden Tour dabei sein.

Die Fahrt mit "Hoppetosse" ist kostenlos, Anmeldungen sind erforderlich um Warte-zeiten zu vermeiden. Erziehungsberechtigte bzw. Betreuungspersonen werden gebeten, die Teilnehmer zu begleiten, eine Betreuung vor Ort ist leider nicht möglich werden.

Für Anmeldungen wenden Sie sich bitte per Email an: mail@w4h.de



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14.08.2010 - Bilder vom Tag der offenen Tür an der Kinzigtalsperre Ahl

Der Wasserverband Kinzig bedankt sich hiermit bei allen Beteiligten für die große Unterstützung. Ohne Ihren Beitrag wäre eine Veranstaltung dieser Art und Größe nicht möglich gewesen.

Herzlichen Dank!



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12.08.2010 - Hochwasserschutz Kinzigtal: Neue Becken sollen für mehr Sicherheit sorgen

Video-Beitrag der Hessenschau im Anschluss

12. August – Es war ein Zittern und Bangen im Januar 2003, als ein bis dato beispielloses Hochwasser an Bracht, Salz und Kinzig im östlichen und mittleren Teil des Main-Kinzig-Kreises zu dramatischen Szenen und Schäden in Millionenhöhe führte. „Damals sind wir nur knapp an einer Katastrophe wie kürzlich in Sachsen vorbeigeschrammt“, erinnert sich Landrat Erich Pipa. Einzig und allein der nachlassende Regen und der engagierte Einsatz von mehr als 1.400 Helferinnen und Helfern verhinderte das Überfluten großer Teile des Kinzigtals. 

„Spätestens nach diesem Hochwasser war uns klar, dass ein verlässlicher Schutz nur gemeinsam über alle Gemeinde- und Gebietsgrenzen hinweg zu erreichen ist“, berichtet der Landrat. Erste Gespräche fanden statt. Auch die Stadt Frankfurt als Mitglied im Wasserverband war in Person von Verbandsvorsteher Dr. Constantin Alsheimer an einem gut funktionierenden Hochwasserschutz im Kinzigtal interessiert. Schließlich beziehen die Städte Frankfurt und Hanau einen großen Teil ihres Trinkwassers aus den Gebieten im Kinzigtal. Der Einsatz von Landrat Erich Pipa, zugleich stellvertretender Verbandsvorsteher des Wasserverbandes Kinzig, dem Kreisbeigeordneten Dr. André Kavai und den Bürgermeistern trug war erfolgreich: Das Hessische Umweltministerium bestimmte Ende 2006 das Einzugsgebiet der Kinzig zum Landespilotprojekt und damit zur Entwicklung einer aktuellen Hochwasserschutzplanung. Die umfangreichen Untersuchungen und Analysen führten in mehreren Sitzungen zu einem Konzept, das der Wasserverband Kinzig jüngst diskutiert und beschlossen hat. „Unsere Planungen sehen den bestmöglichen Hochwasserschutz für die Bewohner des Kinzigtals unter Berücksichtigung naturschutzrechtlicher Aspekte vor“, berichten Landrat Pipa und Verbandsvorsteher Dr. Alsheimer.

Die Planungen sehen in einem ersten Teilabschnitt den Bau von drei trockenen Rückhaltebecken vor: ein Becken in Bad Soden-Salmünster an der Salz, ein Becken in Brachttal-Hellstein an der Reichenbach und ein Becken an der Lahnemühle (Birstein) an der Bracht. Die trockenen Rückhaltebecken kombinieren einen bestmöglichen Hochwasserschutz bei möglichst geringen Eingriffen in die Natur.

Priorität eins hat das Becken an der Salz in Bad Soden-Salmünster. Mit einer Dammhöhe von sechs Metern und einer Dammbreite von 285 Metern soll es ein Stauvolumen von 350.000 Kubikmetern Wasser bieten. „Allein mit diesem Becken sinkt der Pegel bei einem Hochwasser in Bad Soden um 75 Zentimeter, in Gelnhausen um zehn Zentimeter und in Hanau um sieben Zentimeter“, berichtet der Landrat. Kosten für das Becken: 5,5 Millionen Euro. 

 Priorität zwei hat das Becken an der Bracht an der Lahnemühle. Mit einer Dammhöhe von 6,5 Metern und einer Dammbreite von 315 Metern bietet es ein Stauvolumen von 817.000 Kubikmetern. Kosten: 3,2 Millionen Euro. „Dies würde den Pegel in Wächtersbach-Weilers um sechs Zentimeter, in Gelnhausen um weitere drei Zentimeter und in Hanau um zusätzliche fünf Zentimeter senken“, erläutert Verbandsvorsteher Dr. Alsheimer.

Priorität drei hat das Becken an der Reichenbach in Hellstein. Mit einer Dammhöhe von 21,50 Metern und einer Dammbreite von 440 Metern. Dies böte ein Stauvolumen von 1,47 Millionen Kubikmetern und würde den Wasserpegel in Wächtersbach-Weilers um 36 Zentimeter sinken lassen sowie in Verbindung mit dem Becken in Bad Soden-Salmünster zu einer Senkung des Wasserpegels in Gelnhausen um 22 Zentimeter und in Hanau um 19 Zentimeter führen. Kosten: 19,25 Millionen Euro. Zum Vergleich: Der Kinzigstausee in Bad Soden-Salmünster-Ahl verfügt über ein Stauvolumen von rund 7,2 Millionen Kubikmeter.

„Mit dem Bau dieser drei Becken wird das Hochwasserrisiko der Flüsse Salz, Bracht, Reichenbach und Kinzig aus heutiger Sicht um bis zu 70 Prozent gemindert“, unterstreicht der Landrat. Damit wäre auch ein Jahrhunderthochwasser wie 2003 nahezu ausgeschlossen, überflutete Straßen und vollgelaufene Keller würden zu großen Teilen der Vergangenheit angehören. „Als nächstes ist nun das Land Hessen am Zug. Es muss unseren Ausbauplanungen zuzustimmen und damit auch die zugesagten Zuschüsse zur Verfügung zu stellen“, informiert der Landrat. Da das Regierungspräsidium Hessen das Landespilotprojekt seit Anbeginn begleitet hat, sind sich Pipa und Alsheimer sicher, dass auch von dort schnell grünes Licht kommt. Als Baubeginn plant der Landrat das Jahr 2012 ein, „auch wenn das ein ambitioniertes Ziel ist“. „Fakt ist, dass wir alle Bürgerinnen und Bürger der Region vor einer Hochwasserkatastrophe schützen müssen“, hebt der Landrat hervor und blickt noch einmal nach Sachsen. Dort hatten Experten in der Analyse nach der Flutkatastrophe bemängelt, dass das Bundesland unterhalb der Stadt Riesa keine Rückhaltebecken mehr gebaut habe. Grund: Diese kämen weniger Sachsen, sondern vielmehr Sachsen-Anhalt und Brandenburg zugute. „Diese Form von Egoismus ist unangebracht. Es benötigt ein ganzheitliches Konzept“, meint Pipa und verweist auf die Stadt Frankfurt, die über den Wasserverband die jetzt vorgelegten Pläne finanziell unterstützt.



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26.02.2010 - Hochwasser-Bilder



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